EPIKONDYLITIS
Epikondylitis
humeri ulnaris und Epikondylitis
humeri radialis
Korrekterweise wird der Begriff "Epikondylitis" mit c geschrieben (Epicondylitis). Nicht wenige Autoren schreiben aber den Suchbegriff mit k. Um von Ihnen in den Suchmaschinen besser gefunden zu werden, schließen wir uns dieser Schreibweise an.
Die Epikondylitis ist im akuten Stadium schmerzhaft und vor allem lästig, jedoch an sich eine harmlose Erkrankung. Bei entsprechender körperlichen Schonung und örtlichen entzündungshemmenden Maßnahmen (z.B. Kältepackung, Fango) klingen die Beschwerden bald wieder ab. Halten die Schmerzen aber länger als drei Monate an, so ist daraus eine chronische Erkrankung geworden.
Bei einer Epikondylitis liegt ein entzündlicher oder degenerativer Prozeß im Bereich eines Epicondylus (= der einem Gelenkknorren aufsitzende Knochenvorsprung für Muskelursprünge oder -ansätze) vor.
Eine Epikondylitis kann jeden Epicondylus im Köper betreffen, in der ärztlichen Praxis ist sie aber fast nur am Ellen bogengelen k zu sehen.
Wenn Schmerzen an der Innenseite des El
lenbogens auftreten handelt es sich um die
Epikondylitis
ulnaris humeri (Epikondylitis medialis humeri).
Bei dieser Erkrankung ist der
Epicondylus medialis humeri
(= Knochenvorsprung, an dem
Seh
nen
ansetzen, an
der Innenseite des Ellenbogens) betroffen.
Die Patienten klagen über
Ellen
bogenschmerzen, die sich bei Faustschluß und Beugung (besonders
gegen Widerstand)
im
Handgelenk verstärken. Nicht selten strahlen die Schmerzen in Unter-
und/oder Oberar
m aus, so daß dann der ganze
Ar
m schmerzt. Regelmäßig besteht
ein deutlicher Druckschmerz im Bereich des ellenbogennahen inneren Unterarmes.
Die Ursache des chronischen Entzündungszustandes im Bereich der Sehnenansätze
am Epicondylus medialis humeri ist nicht geklärt; vieles spricht für eine
mechanische Auslösung, so z.B. durch Golfen (deshalb auch die Bezeichnungen
Gol
ferarm
oder Gol
ferellenbogen).
Wenn Schmerzen an der Außenseite des El
lenbogens auftreten handelt es sich um die
Epikondylitis
radialis humeri (Epikondylitis lateralis humeri).
Bei
dieser relativ häufigen Erkrankung verstärken sich die Schmerzen im
Bereich des Epicondylus radialis humeri
(= über dem
Ellenb
ogen außen) bei Faustschluß und kräftiger Dorsalextension
(= Beugung in Richtung Handrücken)
im
Handgelen
k. Nicht selten strahlen die
Ellen
bogenschmerzen in Unter-
und/oder Oberar
m aus, so daß dann der ganze
Ar
m schmerzt. Regelmäßig besteht
ein deutlicher Druckschmerz im Bereich des ellenbogennahen äußeren Unterarmes.
Die Ursache des chronischen Entzündungszustandes im Bereich der Sehnenansätze
am Epicondylus lateralis humeri ist nicht geklärt; vieles spricht für eine
mechanische Auslösung, so zum Beispiel beim Tennisspielen (deshalb oftmals auch
die Bezeichnungen
Tenn
isarm oder
Tenn
isellenbogen).
Therapeutisch
kann bei einer Epikondylitis ein Versuch mit Infiltrationen mit einem
örtlichen Betäubungsmittel (z.B. Bupivacain), auch mit Kortikoidzusatz, unternommen werden. Dabei muß allerdings
ein Kontakt der Kanülenspitze mit der Knoc henhaut unbedingt vermieden werden,
da damit häufig heftigste, anhaltende Schmerzreaktionen ausgelöst werden
können.
Nicht selten hilft nur eine längerfristige
kontinuierliche Plexus
brachialis-Blockade mit Katheter. Dabei
wird ein dünner Kunststoffschlauch (Katheter) nahe der Achselhöhle in
die Nervenscheide des Armnervengeflechts eingepflanzt und innerhalb derselben
noch weiter nach oben vorgeschoben. Die Einpflanzung erfolgt durch eine
handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht "aufgeschnitten"
werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach
Abklingen der vorangegangenen Dosis, das örtliche Betäubungsmittel völlig
schmerzlos nachgespritzt. Die Lokalanästhetika
(= örtliche Betäubungsmittel) werden bei dieser
Behandlung so dosiert, dass die grobe Kraft erhalten bleibt (bei
gleichzeitiger Hemmung der Schmerzreizleitung), damit begleitend
krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich bleiben.
Dass die
schmerzlindernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche Behandlungszeit hinaus
anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen, daß bei dieser Blockadebehandlung
auch die sog. vegetativen Nerven betroffen sind, woraus eine sehr deutliche
Durchblutungssteigerung resultiert, die den entzündlichen Prozessen bei
der Epikondylitis nachhaltig entgegenwirkt.
Daß Lokalanästhetika (= örtliche Betäubungsmittel) auch entzündungshemmend wirken, ist zwischenzeitlich wissenschaftlich erwiesen. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, so klicken Sie hier.
Nach einer Pressemitteilung (Die Welt - 08.05.2002) scheint bei Epikondylitis (chronische) eine Behandlung mit Botulinustoxin (= ein Nahrungsmittelgift) erfolgversprechend zu sein. Die Wirkung beruht auf einer Entkrampfung der im Schmerzbereich krankhaft übererregten Mus keln.
Physikalische Therapie bei Epikondylitis:
Auch
eine Elektrostimulation kann eine Beschwerdelinderung herbeiführen. Die transkutane
Nervenstimulation mit Niederfrequenzgenerator (TENS) hat den Vorteil,
daß sich die Patienten bei Bedarf selbst behandeln können. Die Elektroden
werden paarig über dem Schmerzbereich aufgeklebt. Durch Veränderung der
Stimulationsfrequenz und der Elektrodengröße kann die Wirkung optimiert
werden.
Eine weitere physikalische Behandlungsmöglichkeit ist die
oberflächliche Kältetherapie im Schmerzbereich. Wir verwenden einen
elektrischen Kaltluftgenerator, dessen Luftstrom auf ca. -10 bis -15 Grad C
abgekühlt ist.
Manche Patienten mit Ar mschmerzen aufgrund einer
Epikondylitis (chronische) empfinden allerdings lokale Wärmeapplikationen (Rotlicht) als besser
wirksam. Warme Bäder können ebenfalls Ar mschmerzen lindern.
Die Verordnung von gewöhlichen Massagen ist
nicht sinnvoll. Für den Patient
mag diese Behandlung zwar angenehm sein, aber unter schmerztherapeutischem
Aspekt bringt sie nichts und führt nur zu unnötigen Kosten.
Wichtig hingegen ist bei Epikondylitis eine
gelenkfunktionserhaltende heilgymnastische Therapie.
Auch
eine Behandlung mit Röntgenstrahlen kann bei Epikondylitis schmerzlindernd sein (Thomalske
1991), ebenso eine Magnetfeldtherapie.
Manchmal ist auch eine deutliche Besserung durch die Iontophorese
(= Einbringung eines Arzneimittels durch die Haut mit Hilfe
von Gleichstrom) (z.B. mit
Diclofenac) zu erzielen.
Andere Therapiemaßnahmen bei Epikondylitis:
Der
Vollständigkeit halber darf die Akupunktur
zur Therapie einer chronische n
Epikondylitis
nicht unerwähnt bleiben.
Hypnoide
(= bewußtseinsverändernde)
Verfahren wie autogenes Training oder progressive Relaxation nach Jakobson,
ebenso ein
Schmerzbewältigungstraining sind auch bei einer
chronische n
Epikondylitis eine sinnvolle Ergänzung der Gesamtstrategie.
A
Ablatio mammae,
Algodystrophie,
Allodynie,
Amputation,
apoplektischer Insult,
Apoplex,
Armamputation,
periphere arterielle
Durchblutungsstörung,
arterielle
Verschlußkrankheit,
Arthralgie,
Arthrose (1),
Arthrose (2),
Arthrose im
Schultergelenk,
atypische Gesichtsschmerzen,
B
Bandscheibenprotrusion,
Bandscheibenvorfall,
Bandscheibenvorwölbungen,
Bechterew Krankheit,
Bechterew Syndrom,
Beinamputation,
Bein-offenes,
Beschleunigungstrauma,
Bewegungsschmerz,
Bing-Horton-Kopfschmerzen,
Bing-Horton-Syndrom,
Bing-Horton-Kopfschmerz,
Blasenentzündungen,
Borreliose,
Brachialgia paraesthetica,
Brachialgien,
Brennschmerz,
Brustamputation,
Brustoperation,
chronische
Brustwirbelsäulenschmerzen,
Bursitis,
Bursitis infrapatellaris,
Bursitis praepattelaris,
BWS-Syndrom
C
Carpaltunnelsyndrom,
cerebraler Insult,
Cervikal-Syndrom,
Chondropathie,
Cluster-Kopfschmerzen,
Coccygodynie,
Colitis,
Colitis-ulcerosa,
Colitis ulzerosa,
Colon-irritabile,
Costen Syndrom,
Clusterkopfschmerz,
Coxarthrose,
Craniomandibuläre Dysfunktion,
CRPS,
D
Deafferenzierungsschmerzen,
diabetische Polyneuropathie, Dorsalgie,
Dysästhesien,
Dyspepsie,
Dystrophie,
Dystrophie-Syndrom
E
Eingeweideschmerzen,
Encephalomyelitis,
Engpaßsyndrome,
Enteritis,
Enteritis regionalis Crohn,
Enteritis regionalis,
Entzündung
der Kieferhöhle,
Entzündung
von Schleimbeitel,
Entzündung von
Sehnenscheiden, chronische
Entzündung der Stirnhöhle,
Entzugskopfschmerz,
Enzephalomyelitis, Epikondylitis,
Erythromelalgie,
F
Facettensyndrom,
Fasciitis,
Fersensporn,
Fibromyalgie (1),
Fibromyalgie (2),
Fibromyalgie (3),
Fibromyalgie-Erkrankung,
Fibromyalgie-Syndrom,
Fibrositis-Syndrom,
Frozen Shoulder,
Fußschmerz
G
Gastralgie,
Gehirnblutung,
Gehirnschlag,
Gelenkschmerz,
Gelenkentzündungen,
Gesichtsrose,
Gleitwirbel,
Glossopharyngeusneuralgie,
Golferellenbogen,
Gonarthrose,
Gürtelrose
H
hämorrhagischer Insult,
Haglundferse,
Halbseitenlähmung,
Handgelenksarthrose,
Hemialgesie,
Hemikranie,
Hemiparese,
Hemiplegia,
Hemiplegie,
Herpes zoster,
Hirnblutung,
Hirnschlag,
Histaminkopfschmerz, Hörsturz,
Hüftarthrose,
Hüftgelenkarthrose,
Hüftgelenksentzündung,
HWS-Syndrom,
Hyperästhesie,
Hyperalgesie,
I
Idiopathischer Kopfschmerz,
Impingementsyndrom, Insertionstendopathie,
Insult, Intermediusneuralgie,
Ischialgie, Ischias,
Ischiassyndrom,
Ischiolumbalgie
K
Kalkaneodynie,
Karpaltunnel-Syndrom,
Kniearthrose,
Kniegelenkarthrose,
Kniegelenksschmerzen,
Koccygodynie,
Kokzygodynie,
Kolitis,
Kolitis ulcerosa,
Kolon irritabile,
Kombinationskopfschmerz,
Kompressionssyndrom, Knochenentzündungen,
Kopfschmerzen vom
Spannungstyp,
Krämpfe in den Waden,
Krämpfe in der Wade,
Kraniomandibuläre
Dysfunktion,
Koxarthrose,
Krebserkrankung,
L
Lumbalgie,
Lumboischialgie,
LWS-Syndrom,
Lyme-Krankheit,
Lyme-Borreliose,
Lymphödem,
Lymphödeme
M
Magenschleimhautentzündung,
Mastodynie,
Metatarsalgie,
Migräne (1),
Migräne (2),
Mononeuropathie, Morbus
Bechterew,
M. Crohn (1),
Morbus Crohn (2),
Morbus-Krohn,
Morbus Scheuermann,
Morbus Sudeck,
Morton Neuralgie,
Multiple
Sklerose,
Myalgie,
myofaziales
Schmerzsyndrom
N
Nacken-Zungen-Syndrom,
Nasoziliarneuralgie,
Nebenhöhlenentzündungen,
Neck-tongue-Syndrom,
Nervenentzündung,
Nervenkompressionssyndrom,
Nervenwurzelkompressionssyndrom,
Neuralgie,
Neuritis,
Neuroborreliose,
Neuropathien,
O
Offene Beine,
offenes Bein,
Ohrgeräusche,
Okzipitalsyndrom,
Omalgie,
Osteochondrose,
Osteochondrosen,
Osteochondrosis,
Osteoporose,
P
Paraparese, Paraplegia,
Paraplegie, paroxysmale
Hemikranie, Pelvipathie,
Periarthritis,
Periarthropathia humeroscapularis,
Periarthropathie,
periphere arterielle
Durchblutungsstörungen,
periphere arterielle Verschlußkrankheiten, Phantomschmerz,
Phantomschmerzen,
Polymyalgia,
Polyneuropathien,
Postherpetische Neuralgie,
Postdiskektomie-Syndrom,
Postdiskotomie-Syndrom,
Postnukleotomie-Syndrom,
Postthrombotisches Syndrom,
Posttraumatische
Kopfschmerzen,
Postzosterneuralgie,
Postzosterische
Neuralgie, Processus
styloideus-Syndrom,
Proktodynie,
Pronator teres-Syndrom,
pseudoradikuläre
Syndrome,
Pudendus-Neuralgie
Q
Querschnittlähmung,
Querschnittläsion,
Querschnittsläsion,
Querschnittssyndrom
R
Radikuläre Syndrome,
Raynaud,
Reflexdystrophie,
Reizdarm,
Reizdarm-Syndrom,
Reizdarmsyndrom,
Reizkolon,
Restless legs,
Restless-legs-Syndrom,
rheumatische Schmerzen,
S
Sakralgie,
Sakroiliitis,
Sakroiliakalgelenk,
Schaufensterkrankheit,
Schiefhals,
Schlaganfall,
Schleimbeutelentzündung,
Schleudertrauma (1),
Schleudertrauma
(2),
Schmerztherapie bei Karzinom,
Schmerzen bei
Entzündung,
Schmerzen bei Gürtelrose
/ Schmerzen nach Gürtelrose,
Schmerzen bei
Tumor, chronische
Schmerzmittelkopfschmerz,
Schmerztherapie bei Krebs,
Schmerztherapie
bei Malignom,
Schmerztherapie bei Polyneuropathie,
Schulter-Arm-Syndrom,
Schultergelenkarthrose,
Schultergelenksenzündung,
Schultergürtelkompressionssyndrom,
Schultersteife,
Sehnenentzündung,
Sehnenscheidenentzündung,
Sinusitis frontalis,
Sehnenscheidenentzündungen,
Sinusitis maxillaris,
Skalenussyndrom,
Skoliose,
somatoforme Schmerzstörungen,
Spannungskopfschmerz,
Spondylarthropathie,
Spondylarthrose,
Spondylarthrosen,
Spondylitis ankylopoetica,
Spondylolisthesis,
Spondylose,
Sprunggelenksarthrose,
Sudeck,
Sudeck Syndrom,
Sympathalgie, sympathische
Reflexdystrophie,
Symphysen-Syndrom,
Syndrom des Ischias,
Syndrom des Karpaltunnel,
Syndrom des
Skalenus,
Syringomyelie
T
Tendinose,
Tendopathie,
Tendomyopathie,
Tendovaginitis,
Tenosynovitis,
Tennisarm,
Thorakalsyndrom,
Thrombangiitis,
Tietze-Syndrom,
Tinnitus,
Trigeminus-Neuralgie,
Tumorschmerz
(1),
Tumorschmerz (2),
Tumorschmerztherapie
U
Überlastungssyndrome,
Ulcera cruris,
Ulcus cruris,
Ulkus
cruris,
V
vaskuläre
Kopfschmerzen,
vasomotorischer-Kopfschmerz,
Verschlußkrankheit,
Vertebralsyndrom,
Verwachsungsbauch,
venöse Durchblutungsstörung,
Viszerale Schmerzen,
viscerale Schmerzen,
W
Wadenkrämpfe,
Wadenkrampf,
Weichteilrheumatismus,
Weichteilschmerzen,
Wirbelsäulensyndrom,
Wurzelkompressionssyndrome,
Wurzelreizsyndrom,
Wurzelsyndrom
Z
Zephalgie,
zentrales Schmerzsyndrom,
zerebraler Insult,
zentrale Schmerzsyndrome,
Zervikalgie,
Zervikalsyndrom,
Zervikobrachialgie,
Zoster-Neuralgie,
Zosterschmerz,
Zu Schmerzthemen, die Körperregionen und Organe betreffen, gelangen Sie
Zu Themen, die schmerztherapeutische Maßnahmen betreffen, gelangen Sie
Schmerzklinik (1): www.schmerzklinik-1a.de, Schmerzklinik (2): www.schmerzklinik-1.de